Kategorie Wohnen Barrierefreiheit

KfW-Programm ab Frühjahr wieder verfügbar

2026 stehen 50 Millionen Euro für barrierefreie Umbauten bereit, nachdem das Förderprogramm vorübergehend eingestellt worden war. Ab dem Frühjahr können wieder Anträge gestellt werden. Das Saarland profitiert besonders davon.

© I-Stock

Das Externer Link:KfW-Förderprogramm für barrierefreies Umbauen wird 2026 wieder eingeführt, nachdem es 2025 auf Eis gelegt worden war. Ein Erfolg des VdK, der sich für eine Weiterführung eingesetzt hatte. Allerdings ist die Fördersumme auf 50 Millionen Euro begrenzt. Schnell sein lohnt sich also, da die Mittel in der Vergangenheit rasch ausgeschöpft waren. Über den Start kann man per Newsletter der KfWkurz fürKreditanstalt für Wiederaufbau informiert werden.  

Gerade das Saarland hat von dem Programm stark profitiert. So gab es 2024 laut KfWkurz fürKreditanstalt für Wiederaufbau-Förderreport 921 Zuschuss-Bewilligungen für 1,8 Millionen Euro, 2023 waren es 478 Bewilligungen für rund eine Million Euro. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl nimmt das Land somit regelmäßig den ersten Platz ein. 2025 wurde das Programm eingestellt, so dass keine Mittel ins Saarland flossen. Die Alternative – eine Förderung in Form eines Kredites – wurde in den letzten Jahren hingegen kaum genutzt. 

2024 betrug die Fördersumme knapp 96 Millionen Euro und damit fast das Doppelte der für 2026 vorgesehenen Mittel. Der VdK fordert, die Mittel auf 500 Millionen Euro zu erhöhen und kritisiert eine Förderung nach dem Gießkannenprinzip ohne Prüfung nach sozialen Kriterien.  

Mit dem Investitionszuschuss unter dem Namen „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung (455-B)“ können zehn Prozent der Kosten gefördert werden, bei Einzelmaßnahmen sind das maximal 2500 Euro, insgesamt sind bis zu 5000 Euro Förderung möglich. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zum Badumbau, zur Überwindung von Treppen und Stufen, zum Schwellenabbau sowie zur Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag. Die Kosten müssen bei mindestens 2000 Euro liegen, um förderfähig zu sein. 

Alternativ bietet das Saarland ein Förderprogramm zur Barrierereduzierung für Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit einer Gehbehinderung oder einem Pflegegrad. Die Zuschüsse betragen bis zu 11.250 Euro. Dabei dürfen gewisse Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Mietwohnende können über die Saarländische Investitions- und Kreditbank (SIKB AG) eine Förderung erhalten. Die Pflegekassen unterstützen Umbauten ebenfalls mit bis zu 4000 Euro pro pflegebedürftiger Person. Einen Überblick über die drei Förderprogramme gibt es Externer Link:auf unserer Themenseite Wohnen.

VdK-Sprechstunde zum barrierefreien Umbau

Jeden Freitag von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr bietet der Architekt Manfred Reuber im Sozialberatungszentrum Saarbrücken in der Dudweilerstraße 24 eine Sprechstunde zum barrierefreien Umbau an.