Neuer Treffpunkt für den Ortsverband
„Endlich was Eigenes für uns“ – monatelang haben Mitglieder aus dem VdK-Ortsverband Völklingen gearbeitet, um den neuen VdK-Treff zu renovieren und modern einzurichten. Ende April ist der Treff in Luisenthal eröffnet worden.

Die Räume umfassen einen Veranstaltungsraum, ein Lager und eine Küche, deren Einrichtung von der Arbeiterwohlfahrt, die hier vorher eine Begegnungsstätte betrieben hatte, übernommen werden konnte. „Wir haben lange um einen Raum gekämpft, das war ein Traum von uns“, sagt der Vorsitzende Thomas Becker, der durch Vorträge, eine Mitgliedersprechstunde oder Fortbildungen „Leben rein bringen“ und für die Bevölkerung Völklingens da sein möchte.
Groß ist auch sein Lob an die ehrenamtlichen Helfer, die seit Januar bei der Renovierung geholfen haben. Auf einem Monitor werden Bilder der Bauarbeiten eingespielt. Dort sieht man Ehrenamtliche, wie sie Tapeten abkratzen, einen Mosaikboden im Flur freilegen und eine Zwischenwand einziehen, um einen Lagerraum für Broschüren, Tische und Standmaterial zu schaffen. Wie sie den alten, blauen Teppich entfernen und einen Laminatboden verlegen. Auch alte Möbel und Lampen wurden ersetzt.
„Das war toll, zu sehen, wie die Farben des Mosaikboden wieder zum Vorschein kommen“, sagt Vorstandsmitglied Gabriele Tessmann. Die Arbeit sei anstrengend, aber auch schön gewesen. „Jeder konnte seine eigenen Ideen einbringen, bei der Farbwahl oder der Platzierung des VdK-Schildes. Wir haben als Gemeinschaft etwas Neues geschaffen. Jetzt haben wir etwas Eigenes für uns und müssen unsere Sitzungen nicht mehr im Alten Rathaus machen.“ Die Räume, die vorher so altmodisch und drückend gewirkt hätten, seien jetzt groß, hell und freundlich.
An den Wänden hängen bunte Collagen mit Fotos von Veranstaltungen der letzten drei Jahre sowie eine Collage aus der Gründungszeit des Ortsverbandes. An der Wand gegenüber finden sich gerahmte Gründungsurkunden aus den 50er Jahren, auf denen man bei Nationalität noch „Reichsdeutscher“ oder „Saarländer“ liest.
Der neue Treff bietet auch Platz für Beratungen. „Bisher waren wir immer beim Mitglied zuhause oder sie kamen zu uns. Hier haben wir jetzt viel angemessenere Möglichkeiten, zumal man in der Umgebung gut parken kann“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Uwe Theobald.
Auch VdK-Mitglied Günther Wichelhaus ist begeistert, der sich im Stadtrat der Stadt sowie im kürzlich gegründeten Seniorenausschuss des Ortsverbandes engagiert. „Mir gefällt am VdK, dass Mitglieder unterstützt werden. Hier denkt man sozial und übt Solidarität aus. Wenn Leute Probleme haben, schicke ich sie zum VdK, denn der hat ein gewisses Gewicht und seine Juristen kennen sich im Sozialrecht aus. Aber auch die Veranstaltungen sind toll, um mit anderen ins Gespräch zu kommen.“
Neben dem Sozial- und dem Seniorenausschuss plant der Ortsverband noch die Gründung eines Ausschusses „Ü40“, um jüngere Mitglieder gezielt anzusprechen, von denen auch einige zur Eröffnung gekommen sind. So wie Raphael Eisenbarth, der durch seine Mutter zum VdK kam. Er arbeitet neben seinem Studium als Integrationshelfer und bekam Unterstützung durch den VdK, als er Probleme bei der Auszahlung des Arbeitslosengelds in den Ferien hatte. „Ich finde, das Alter spielt eigentlich keine Rolle, denn Probleme sind immer da, gerade wenn es um Sozialrecht geht.“







